triggertrap – DSLR-Fernauslösung per Smartphone und vieles mehr

Bildquelle: www.triggertrap.com/

Auf der diesjährigen Photokina (18.-23.09.2012) gab es wieder viele Neuerungen im Bereich der Fotografie zu entdecken. Das Smartphone als Kamera, Actions-Cams und hochauflösende Kompaktgeräte waren nur einige Highlights. Oft findet man wirklich innovative Ideen aber nicht nur bei großen Marken. Ganz erstaunt war ich über das Produkt von triggertrap.com: einem Dongle, mit dem man seine Kamera über das Smartphone oder das Tablet fernauslösen kann. Firmeninhaber Haje Kamps präsentierte mir sein Produkt voller Leidenschaft und ich war begeistert, wie schon lange nicht mehr.

Hat man z.B. das Smartphone über das angebotene Kabel mit einer Kamera verbunden. Hat man eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Kamera über eine App fernauszulösen. Folgende Methoden werden angeboten:

  • Kabelauslöser | Auslöser drücken um auszulösen.
  • Knall | Über einen Schieberegler kann man eine Schallschwelle setze. Wird der festgelegte dB-Wert, z. B. durch in die Hände klatschen oder rufen, überschritten, löst die Kamera aus.
  • Zeitraffer | Über zwei Schieberegler wird festgelegt, wieviele Fotos in einem bestimmten Zeitraum geschossen werden sollen, z.B. 10 Fotos in 10 Minuten oder alle 60 Sekunden 1 Foto.
  • TimeWarp | Ahnlich wie „Zeitraffer. Allerdings mit einer einstellbaren Beschleunigung, so das die Intervalle z.B. verkürzen.
  • DistanceLapse | Hier wird das GPS-Modul des Smartphones genutzt. Man kann die Kamera z.B. auf dem Amaturenbrett eines Autos fixieren und alle beispielsweise alle 250 m automatisch ein Foto machen.
  • Seismisch | Ähnlich wie „Knall“, nur das hier ein Modul des Samrtphones genutzt wird, das Erschütterungen und Vibrationen registriert.
  • Guck-guck | Hier wird zusätzlich die Kamera des Smartphones genutzt. Bei einer bestimmten Anzahl von Gesichtern (die die Kamera automatisch erkennt) wird die Kamera ausgelöst.
  • Sternspuren | Eine Reihe von Aufnahmen mit sehr langen Belichtungszeiten machen, z.B. wenn man einen Sternenschweif ablichten möchte.
  • LZB HDR | HDR (High Dynamic Range)-Aufnahmen direkt über die App steuern. Mit max. 19 Aufnahmen und +-2EV.
  • LZB HDR Zeitraffer | HDR-Aufnahmen als Zeitraffe-Video. Einfach fantastisch!
  • Tesla | Hier wird der magnetisch Sensor des iPhones genutzt, um Magnetismus und Metalle zu registrieren. So kann man sich z.B. eine Videoüberwachung basteln.
  • Bewegung | Hier wird wieder die Kamera des Smartphones genutzt. Wenn sich etwas bewegt, wird die angeschlossene DSLR-Kamera ausgelöst.
  • Bramping | Bulb Ramping – Zeitraffer mit variablen Verschlusszeiten.

Zudem gibt es zahlreiche Einstellungen und Parameter mit denen man alle Funktionen nach eigenem Belieben einstellen kann, wie z.B. Verzögerung vor dem Auslösen oder Verzögerung nach dem Auslösen. Die angebotenen Funktionen unterscheiden sich leider bei iPhones und Android-Geräten. Dies hängt natürlich mit den technischen Möglichkeiten des Smartphones zusammen. Bei meinem Samsung Galaxy SII gibt es z.B. die Funktion „Tesla“ nicht, weil dieses Gerät offenbar nicht über einen magnetischen Sensor verfügt.

Hiermit bieten sich dem Fotografen ganz neue Möglichkeiten. Lange Konfigurationszeiten der DSLR-Kamera oder der Aufbau eines aufwendigen Setups entfällt zum Teil. Probiert es einfach mal aus!

In den nächsten Wochen werden wir euch die einzelnen Funktionen im Detail vorstellen.

Was brauche ich dafür?

Alles was man benötigt ist ein Dongle und das zur Kamera passende Kabel. Der Dongle wird über den Audioausgang (3,5 mm Klinke) mit dem Smartphone oder einem Tablet verbunden. In den Dongle stöpselt man das passende Kamera-Kabel, welches wiederum über den Kabelauslöser-Anschluss mit der Kamera verbunden wird. Es werden über 300 Kameras unterstützt. Ob das gewünschte Kamera-Modell unterstützt wird, kann man hier herausfinden: https://triggertrap.com/products/dongle/.

Den Triggertrap Mobile Dongle erhält man unter anderem bei amazon:

Triggertrap Smartphone-Auslöser Mobile Dongle V2 (ohne Kabel) Fernauslöser für iPhone, iPad, iPod Touch, Android (Langzeitbelichtung, HDR, Timelapse etc.) Trigger Trap

 

 

Dort gibt es auch das entsprechende Anschlusskabel. Man muss nur das entsprechende Kabel für die eigene Kamera heraussuchen:

 

Anschlusskabel 2,5 mm Klinke

 

 

… und was noch?

Nun benötigt man noch die entsprechende App für das benutzte Gerät. Folgende Versionen werden angeboten:

Man verbindet ganz einfach alles miteinander, in der App das richtige Kameraprofil auswählen und schon kann es losgehen.

 

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2 Antworten auf triggertrap – DSLR-Fernauslösung per Smartphone und vieles mehr

  1. Uwe Marko sagt:

    Hallo,
    die neueste Version des TT habe ich im Einsatz und suche nach einer verständlichen Anweisung für HDR. Dabei habe ich das Interesse an den Einstellungen. Ich kann mit den Begriffen MITTLERE BELICHTUNG nicht so viel machen. ANZAHL erklärt sich von Alleine. LW(EV) Schritt lässt mich wieder im Nebel stehen. Es stört mich also wenn ich 9 Bilder mache und ich 10 Minuten warten muss bis alles fertig ist, dass ich nicht weis was läuft ab. Auch kann man in den Einstellungen nichts verändern was sich auf den Ablauf auswirkt. Ich würde gerne zwischen den Fotos schon mal sehen was geht ab. Nach 10 Minuten feststellen Turm abgesebelt ist blöd. Vielleicht schreibst Du deine Seite weiter wie angekündigt.
    Wäre schön etwas dazu zu sehen. TT ist im Kommen.
    LG Uwe

    • Sascha sagt:

      Hallo Uwe,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Super, das dir der Mobile Dongle von Triggertrap so gut gefällt. Darf ich fragen, mit welcher Kamera du fotografierst?
      Gerne möchte ich dich bei den Fragen unterstützen. Entschuldige bitte, wenn ich jetzt noch einmal etwas erkläre, was du vielleicht schon kennst.

      Mit einer HDR-Belichtungsreihe kannst du starke Helligkeitsunterschiede detailgetreu in einem Bild wiedergeben. Wenn du beispielsweise eine offene Scheune bei Sonnenschein fotografierst, wird das herkömmliche Bild so aussehen, das die äußere Scheune und die Umgebung optimal belichtet sind. Das durch das offene Tor sichtbare Innere der Scheune und die Schattierungen im Außenbereich werden jedoch wahrscheinlich im „Schwarz“ untertauchen. Mit der HDR-Technik erstellst du mehrere Bilder in unterschiedlichen Belichtungen. So wirst du anschließend unter anderem ein Bild haben, auf dem das Äußere der Scheune optimal belichtet ist und ein weiteres Bild, auf welchem das Innere der Scheune optimal belichtet. Und für die Detailstufen eventuell noch weitere Bilder. All diese Bilder werden anschließend zu einem Bild zusammengefügt, auf dem alle Bereiche sichtbar und detailreich dargestellt sind.

      Die Erstellung eines HDR-Bildes gliedert sich also in 2 Schritte. Zuerst die Erstellung der Belichtungsreihe, danach das HDR-Rendering mittels entsprechender Software und anschließend das sogenannte Tonemapping, damit das HDR-Bild auf einem herkömmlichen Anzeigegerät dargestellt werden kann.

      Der Mobile Dongle ist hierbei nur für die Erstellung der Belichtungsreihe zuständig. Deshalb kannst du an diesem Punkt auch noch nicht sehen, wie dein HDR-Bild nach aktuellem Stand aussehen wird. Damit nicht versehentlich „ein Turm abgesebelt“ wird, kannst du das Display deiner Kamera nutzen.

      Rufst du dir über die Triggertrap die Funktion „LZB-HDR“ auf, hast du die Möglichkeit 3 Parameter einzustellen: Mittlere Belichtung, Anzahl der Belichtungen und LW(EV) Schritt. Um dir zu verdeutlichen was dies bedeutet, hier ein Beispiel: Du stellst die Parameter auf 1 Sekunde Mittlere Belichtung, 3 Belichtungen und 1/2 LW (Lichtwert) Schritt. Dies würde zur Folge haben, das deine Kamera dreimal auslöst. Das erste Bild mit einer Belichtungszeit von weniger als 1 Sekunde (damit sich diese Belichtung um -1/2 Lichtwert von der mittleren Belichtung unterscheidet, also heller ist), die zweite Auslösung mit 1 Sekunde und die dritte mit mehr als 1 Sekunde (damit sich diese Belichtung um +1/2 Lichtwert von der mittleren Belichtung unterscheidet, also dunkler ist).

      Hast du die Bilder deiner Belichtungsreihe erstellt, kannst du nun mit geeigneter Software ein HDR-Bild erstellen. Als Beispiel möchte ich hier das Produkt HDR Projects Platin (siehe auch: http://www.stadtklatsch.com/2013/04/26/mehr-als-nur-bilder-hdr-projects-platin-im-test/) nennen.

      Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Weitere Infos gibt es auch hier: http://www.stadtklatsch.com/2014/12/12/triggertrap-die-app-im-detail/ oder http://www.stadtklatsch.com/2014/12/12/triggertrap-die-kamera-per-app-ausloesen/. Weitere Beiträge werde ich kurzfristig erstellen. Hier wird man dann auch mehrere exemplarische Bilder sehen.

      Liebe Grüße, Sascha

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